Jährliche Sicherheitsunterweisung Elektrotechnik (2026)
Sichern Sie Ihren Status als befähigte Person (EFK, EFKffT, EuP), minimieren Sie Haftungs- und Organisationsrisiken und gewinnen Sie einen praxisnahen Überblick über aktuelle rechtliche, normative und sicherheitsrelevante Anforderungen.
Der Kurs ist branchenübergreifend ausgerichtet und unterstützt Fach- und Führungskräfte bei der rechtssicheren Organisation elektrotechnischer Tätigkeiten. Themen wie PV-Anlagen und Li-Ion-Speicher werden ergänzend eingeordnet.
Jährliche Unterweisung EFKffT für Handwerker & Fachkräfte
Gemäß § 12 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist der Arbeitgeber verpflichtet, Beschäftigte über Sicherheit und Gesundheitsschutz „ausreichend und angemessen“ zu unterweisen. Für den Bereich Elektrotechnik konkretisieren die DGUV Vorschrift 1 (§ 4) sowie für öffentliche Träger die DGUV Vorschrift 4 dies auf ein zwingendes jährliches Intervall.
Diese Unterweisung dient der Dokumentation im Sinne der BetrSichV: Sie passen Ihre Fachkunde an die aktuelle Gefährdungsentwicklung an – dabei streifen wir auch neue Themenfelder wie PV-Anlagen und Batteriespeicher. So erhalten Sie Ihre Befähigung zur Ausübung von elektrotechnischen Arbeiten (Status: Befähigte Person nach TRBS 1203). Sichern Sie den Fortbestand Ihrer Fachkunde – ohne jährliche Unterweisung erlischt die Berechtigung für festgelegte Tätigkeiten.
Wasser- & Abwassermeister, Instandhalter, Hausmeister, Monteure sowie Anlagenmechaniker (SHK).
(EFK, EFKffT & EuP)
Auffrischung der Fachkunde nach DGUV Vorschrift 3. Theorie-Update, haptisches Messgeräte-Training und Unfallanalyse.
1 Tag (8 Unterrichtseinheiten à 45 Min). Kompakt und praxisorientiert.
Achtung: Routine tötet
Statistiken zeigen: Erfahrene Handwerker und Meister verunfallen öfter als Azubis. Grund ist die „Betriebsblindheit“ im stressigen Baustellenalltag.
- ⚠️ „Das hab ich schon 1000 Mal gemacht…“
- ⚠️ Vernachlässigung der PSA (Schutzkleidung).
Die 5 Sicherheitsregeln (Fehlerschwerpunkte)
65,2% aller Unfälle passieren durch ihre Missachtung (Quelle: BG ETEM).
- Freischalten
- Gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen (28,2% der Fehler!)
- Erden und Kurzschließen
- Benachbarte Teile abdecken
Diese Schulung dient dazu, die Sinne zu schärfen und gefährliche „Schludrigkeit“ abzustellen.
Unser Lehrplan: Praxis statt Theorie-Ballast
Wir fokussieren uns gezielt auf die Änderungen der VDE-Normen (2025/2026) und deren praktische Anwendung. Statt trockener Paragraphen erhalten Sie handlungsrelevantes Wissen, das Sie im Alltag wirksam vor Haftung und Unfällen schützt.
Block1Update: Normen & Bestellung
Wir bringen Sie auf den Stand der VDE 0105-100, der DGUV Information 203-050 und der neuen VDE 0701-0702.
- DGUV V3/V4: Prüffristen & Verantwortung im Betrieb.
- Geräteprüfung: Rechtssichere Umsetzung nach 203-050 und VDE 0701-0702.
- Check der Bestellung: Ist Ihre schriftliche Bestellung noch rechtssicher?
- Bonus: Vorlagen für die rechtssichere Prüfung im Betrieb.
Block2Praxis: Messübungen (USP)
Der haptische Umgang mit Messgeräten ist durch nichts zu ersetzen. Wir arbeiten mit Industriegeräten der Hersteller Benning und Fluke. Wir trainieren:
- Geräteprüfung (Demonstration & Übung): Praktische Messung nach VDE 0701-0702 – Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Bewertung und Dokumentation. Je nach Teilnehmergruppe vertiefen wir diesen Block oder fokussieren auf branchenspezifische Schwerpunkte.
- RCD-Prüfung: Reale Auslösezeit-Messung.
- Schleifenimpedanz: Abschaltbedingungen sicher bewerten.
- Installationstester: Interpretation von Grenzwerten (VDE 0100-600).
Block3Analyse: Elektrounfälle
- Unfallberichte: Auswertung aktueller BG ETEM Statistiken.
- Gefahrenquelle Akku: Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus auf Baustellen.
- Wirkung des Stroms: Warum 50 V AC bereits tödlich sein können (Medizinische Folgen).
🚨 Erste Hilfe bei Stromunfällen
Ein Stromschlag führt oft zu keiner sofortigen Reaktion, aber zur Elektrolyse im Blut („Verkochen“). Die Gefahr von Herzrhythmusstörungen besteht noch 24 h nach dem Ereignis.
Wichtige Regel: Zwingender Arztbesuch nach JEDEM Stromunfall – auch bei vermeintlicher Beschwerdefreiheit! (Vermeidung von Spätfolgen wie Herzrhythmusstörungen).
Unfall-Statistik
Elektrounfälle im letzten Jahr zeigen die Notwendigkeit der Unterweisung.
Sie sind noch keine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?
➔ Zum Grundkurs EFKffT (10 Tage)Termine & Konditionen 2026
📅 Kursdauer: 1 Tag (08:30–15:00 Uhr, 8 UE) | Kleine Gruppen (min. 5 / max. 10 TN)
Tagesseminar zur Aufrechterhaltung der Fachkunde
📅 Verfügbare Kurstage
- Do. 11.06.2026Noch 13 Plätze
Teilnehmerzahl: Mind. 5, max. 10 Personen pro Kurs (für intensive Praxisbetreuung).
Ab 10 Personen kommen wir in Ihren Betrieb. Ideal für Teams.
📍 Investition & Ort
Döbereinerstraße 28, 99427 Weimar
Telefon: 03643 / 77 81 75
| Teilnehmergebühr: | 270,00 €* |
| *Inkl. Unterlagen & Zertifikat (DGUV-Nachweis). Der Betrag ist nach § 4 Ziffer 21a des UStG von der Umsatzsteuer befreit. | |
Häufige Fragen (FAQ)
Was passiert rechtlich, wenn die Jahresfrist überschritten wird?
Laut DGUV Vorschrift 1 und ArbSchG muss die Unterweisung mindestens einmal jährlich erfolgen. Wird diese Frist überschritten, ruht faktisch die Fachkunde für „festgelegte Tätigkeiten“. Im Falle eines Unfalls riskiert das Unternehmen den Versicherungsschutz und die Geschäftsführung haftet persönlich wegen Organisationsverschulden.
Ist das Zertifikat für die Berufsgenossenschaft (BG) anerkannt?
Ja. Unsere Unterweisung erfüllt alle Kriterien der DGUV Vorschrift 1, Vorschrift 3 sowie des DGUV Grundsatzes 303-001. Das Zertifikat dient als rechtsgültiger Nachweis für die Dokumentationspflicht nach BetrSichV.
Können wir die Unterweisung auch für spezifische Anlagen in unserem Betrieb buchen?
Absolut. Bei einer Inhouse-Schulung (ab 10 Personen) passen wir die Schwerpunkte exakt an Ihre betrieblichen Gegebenheiten an – egal ob Industrie-Instandhaltung, Wasserwirtschaft oder Gebäudemanagement.
Muss ich mein eigenes Messgerät mitbringen?
Wir stellen moderne Messgeräte zur Verfügung. Sie können jedoch gerne Ihr eigenes Betriebsmessgerät mitbringen, um die Messungen direkt an der Hardware zu trainieren, die Sie im Alltag nutzen. So stellen wir sicher, dass Sie die Grenzwerte an Ihrem Gerät sicher interpretieren können.
Ich mache das schon seit 20 Jahren – lerne ich hier noch was Neues?
Gerade für „alte Hasen“ ist der Kurs wichtig. Wir analysieren Unfallberichte des letzten Jahres und besprechen neueste Normänderungen (z. B. VDE 0100-600). Wir beleuchten außerdem kurz neue Gefahrenquellen – DC-Lichtbögen (PV-Anlagen), Brandrisiken durch Lithium-Ionen-Akkus – die in der Unfallstatistik zunehmend auftauchen.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Dieser Kurs ist eine Auffrischung. Sie sollten bereits eine Qualifikation als Elektrofachkraft (EFK), EFKffT oder als elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) besitzen.



